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Karotten: Gut für die Haut und das Herz

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Karotten: Kalorienarm und ballaststoffreich

Karotten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. In der Küche sind Möhren vielseitig verwendbar und sowohl für süße als auch für deftige Speisen geeignet. Sie punkten nicht nur mit ihrem süßlichen Geschmack, sondern auch mit zahlreichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen.

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) auf ihrer Webseite schreibt, waren die medizinischen Eigenschaften der Karotte, auch Mohrrübe oder Möhre genannt, schon den alten Griechen und Römern bekannt. Sie enthalten unter anderem Provitamin A, Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Schwefel und Pektin. Daher gehören sie mit zu den wertvollsten Gemüsearten.

Ganzjährig angeboten

Die Karotte gehört wie Dill, Petersilie und Sellerie zur Familie der Doldenblütler. Ihre Verwandtschaft wird durch die Ähnlichkeit der Blätter deutlich, heißt es auf dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs „Gesundheit.gv.at“.

Das Wurzelgemüse wird ganzjährig im Handel angeboten. Im Frühjahr und Sommer sind die zarten und im Geschmack etwas süßlichen jungen Bundmöhren auf den heimischen Märkten erhältlich, die mit Grün angeboten werden, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Kalorienarm und vitaminreich

Karotten haben mit 25 Kalorien pro100 Gramm einen niedrigen Kaloriengehalt und sind gleichzeitig reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.

Gesundheitlich wertvoll sind vor allem die enthaltenen Carotinoide, die im Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Sie verleihen der Möhre ihre Farbe. Kräftig orangefarbene Karotten haben einen besonders hohen Gehalt an der Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin.

Carotinoide haben zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften, unter anderem wirken sie antioxidativ und können auch gegen Krebs helfen. Dazu erklären die Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB): „Carotinoide und andere sekundäre Pflanzenstoffe können tumorhemmend wirken, indem sie den Informationsfluß zwischen den Zellen fördern.“

Hilfe bei Magen-Darm-Problemen

Doch damit nicht genug. Vor allem Spät- oder Dauerkarotten enthalten den wasserlöslichen Ballaststoff Pektin, der im Verdauungstrakt aufquellen und unter anderem die Verdauung fördern kann. Zudem kann das Gemüse mit seinem hohen Flüssigkeits- und Pflanzenfaseranteil bei Verstopfung Linderung bringen. Ihre wasserbindenden Eigenschaften machen sie zu einem guten Hausmittel gegen Durchfall.

Des Weiteren wirken Karotten laut der TK gegen chronische Müdigkeit, Anämie, Immunschwäche, Magengeschwüre und Darmprobleme. Und sie fördern bei stillenden Müttern die Milchbildung. Wie die Krankenkasse weiter schreibt, wirken Möhren der Fettablagerung in den Arterien entgegen, stärken das Immunsystem und verhindern auch eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut. Das Auftragen von Karottensaft auf die Haut kann Ekzeme und Akne lindern.

Vielseitig verwendbar

Möhren werden in der Küche sehr vielseitig eingesetzt: in Salaten, Aufstrichen, Suppen, diversen Gemüsegerichten oder als Gemüsebeilage zu Fleisch und Fisch. Beliebt ist die Karotte auch als Püree oder Saft, beispielsweise gemischt mit anderen Früchten wie Banane oder Orange. Auch leckere Kuchen lassen sich damit zubereiten. Zudem werden Karotten gerne roh als Snack oder im Salat gegessen.

Besser verwertbar ist das enthaltene Beta-Carotin aber in gegarter, blanchierter oder gekochter Form, heißt es auf dem Portal „Gesundheit.gv.at“. Und auch bei geraspelten oder ausgepressten Karotten ist durch das „Zerreißen“ der Zellwände das Beta-Carotin gut verfügbar.

Weil Beta-Carotin fettlöslich ist, sollten Karotten, wenn möglich, in Kombination mit Fett beziehungsweise Öl aufgenommen werden, zum Beispiel mit Nüssen oder Kürbiskernen oder einigen Tropfen Öl wie Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl.

Karotten sollten vor der Verarbeitung beziehungsweise dem Verzehr gewaschen und gebürstet werden. Die Schale sollte möglichst mitgegessen werden, weil sich viele wertvolle Inhaltsstoffe direkt darunter befinden. Lediglich Spätkarotten sollten besser geschält werden.

Auf Frische achten

Beim Kauf sollte auf Frische geachtet werden. Zu bevorzugen ist Bio-Ware. Frische Karotten erkennt man an einem leuchtenden Orange ohne Flecken. Die Möhren sollten sich fest anfühlen und beim Biegen nicht nachgeben, das Grün saftig und von satter grüner Farbe sein. Wer mag, kann auch das Grün essen.

An einem kühlen dunklen Ort sind Karotten gut lagerfähig, etwa im Gemüsefach des Kühlschranks oder im Keller. Das Grün sollte entfernt werden, da es den Wurzeln Feuchtigkeit entzieht. Auch Plastikverpackungen sind zu beseitigen, da sich ansonsten rasch Schimmel bilden kann.

Späte Herbstkarotten lassen sich sogar monatelang lagern. Sie können auch gut eingefroren werden – dazu sollte das Gemüse vorher aber blanchiert und geschnitten werden. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen:

  • Techniker Krankenkasse (TK): Karot­ten: gut für Haut und Herz, (Abruf: 15.07.2020), Techniker Krankenkasse (TK)
  • Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs „Gesundheit.gv.at“: Karotten, (Abruf: 15.07.2020), Gesundheit.gv.at
  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Möhren, Karotten, Gelbe Rüben, (Abruf: 15.07.2020), Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
  • Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB): Krebs: Wie die Nahrung schützen kann, (Abruf: 15.07.2020), Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB)


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